Landesfachgruppe Psychiatrie und Sucht NRW

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Im FORUM sozialarbeit + gesundheit 4/2012 erschienen: Die Sozialpsychiatrie braucht eine starke Soziale Arbeit - Was bewegt Soziale Arbeit in der Psychiatrie von Waltraud. Der Artikel kann hier heruntergeladen werden Leitet Herunterladen der Datei ein

Gemeinsames Fachgruppentreffen im Propsteihof Dortmund

Erstmalig trafen die beiden Fachgruppen für Psychiatrie des DBSH NRW und der DVSG am 13.03.2012 in Dortmund zu einem Vortrag zusammen. Claudio Peloso und Claudia Welk freuten sich über das rege Interesse und dankten den Angereisten, die teils lange Anfahrtswege nicht gescheut hatten.

Frau Prof. Dr. Michel von der FH Dortmund referierte über das Thema "Z-Diagnosen und ihre Bedeutung für die klinische Soziale Arbeit". 

Mit den Z-Diagnosen können soziale Problemlagen, die bei einer medizinischen Indikation zur Behandlung eine Rolle spielen, erfasst und verschlüsselt werden. Sie sind allgemein gehalten.

Ein spannendes und komplexes Thema, dass (nicht nur) für die klinische Soziale Arbeit eine große Bedeutung hat. Zunächst wurde im Vortrag deutlich, dass die Z-Diagnosen (aus dem ICD 10) zu wenig Berücksichtigung finden und nicht von den Krankenkassen vergütet werden. Sie könnten sie einen komplexen Hilfebedarf eines Patienten abbilden und Bedarfe für Soziale Arbeit sichtbar machen. 

Durch die Dokumentation der Z- Diagnosen werden verschiedene Kontaktanlässe dokumentiert, von denen bisher die Krankenkassen keine Kenntnis erhalten haben. Gerade jetzt, wo die psychiatrischen Kliniken mit der Umstellung auf das neue Abrechnungssystem konfrontiert werden, hilft es, Soziale Arbeit sichtbarer zu machen. Es fehlt es noch an guter Grundlagenforschung und Evaluation Sozialer Arbeit im Krankenhaus. Eine einheitliche psycho-soziale Diagnose könnte die Basis schaffen, um Effekte Sozialer Arbeit sichtbar zu machen.

Kritikerinnen an den Z-Diagnosen weisen auf die stigmatisierende Wirkung hin, die eine systematische Erhebung dieser Daten haben könnte. Die Sorgen sind im Allgemeinkrankenhaus noch ausgeprägter, als im psychiatrischen Krankenhaus.

Hierzu kamen 18 Teilnehmer und Teilnehmerinn aus den Fachgruppen und die Referentin in der abschließenden Diskussion zu dem Ergebnis aktiv zu werden. Es lohnt sich, das Thema in Forschung und Praxis, sowie in den politischen Gremien der beiden Verbände weiter zu verfolgen.

Den ICD 10 und die Z-Diagnosen für Personen mit potentiellen Gesundheitsrisiken aufgrund sozioökonomischer oder psychosozialer Umstände (ICD 10 Z55-Z75) sind unter anderem im Internet unter www.dimdi.de veröffentlicht.

Landesfachgruppe Psychiatrie und Sucht

Seit dem 04.05.2000 gibt es in NRW die Landesfachgruppe "Psychiatrie und Sucht" im DBSH. Sie entstand aus der früheren Arbeitsgemeinschaft der SozialarbeiterInnen/SozialpädagogInnen  in den Zentren und Kliniken für Psychiatrie und Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Seit 40 Jahren sind die Rahmenbedingungen in den psychiatrischen Kliniken fachlich begleitet worden und Fachkolleginnen und Fachkollegen haben wesentlichen an Strukturveränderungen mitgewirkt. Das frühere Leitungsgremium  und weitere interessierte Kolleginnen und Kollegen sind dem DBSH beigetreten, um unter neuen, professionelleren Organisationsbedingungen die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen Die Landesfachgruppe hat einen festen Stamm von 6-7 KollegInnen, denen sich interessierte Teilnehmer jederzeit anschließen können. In der Regel einmal pro Jahr erfolgt eine Arbeitstagung landes- oder bundesweit. Die Landesfachgruppe steht in Kontakt mit dem "Bundesfachbereich Gesundheit" des  DBSH sowie Kolleginnen und Kollegen aus zahlreichen Landesverbänden und  vielen Fachhochschulen. Die Gruppe trifft sich abwechselnd in den beteiligten Arbeitsstellen/Kliniken etc der Kollegen.

Inhaltlich haben sich die Mitglieder der Landesfachgruppe intensiv mit der Erarbeitung  eines Qualitätskonzeptes für die Krankenhaussozialarbeit in psychiatrischen Kliniken beschäftigt. Das Ergebnis ist als Buch im Juli 2002 erschienen . Als Leitfaden diente uns die bereits bestehende Konzeption für die Somatik, "Das Lörracher Qualitätskonzept für Krankenhaussozialarbeit".

Im Zuge der politischen Diskussion um  Synergieeffekte in psychiatrischen Kliniken ist die Sicherung von Qualitätsstandards für diese Berufsgruppe dringend notwendig. Immer höhere Fallzahlen mit immer niedrigerer Verweildauer von Patienten erfordern mehr  Leistung und schnelleres Handeln. Soziale Arbeit in der Psychiatrie muss im  Verlauf dieser Entwicklung weiterhin anhand von Erfolgskriterien messbar und  überprüfbar bleiben. Diese Kriterien müssen verteidigt und dürfen nicht von ökonomischen Kriterien verdrängt werden.

 

Infos zum erwähnten Buch-Herausgeber:
DBSH
ca. 160 Seiten
Preis: 19,00 Euro, jeweils zzgl. Versandkosten

Bestelladresse:
VWB - Verlag für Wissenschaft und  Bildung
Amand Aglaster
Postfach 11 03 68
10833 Berlin
 0 30/2 51 04 15
Fax 030/2 51 11 36
 100615.1565@compuserve.com
 Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.vwb-verlag.com

 

Weitere Veröffentlichung: 

Waltraud Himmelmann/ Ralf Wilzcek zur Qualitätsentwicklung in

Marianne Bosshard, Ursula Ebert, Horst Lazarus: Öffnet externen Link in neuem FensterSoziale Arbeit in der Psychiatrie, 5. überarbeitete Auflage 2013

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